Mehrgenerationenwohnen Projekte in Deutschland – Leben im Mehrgenerationenhaus mit Pflege
Das Wohnen mit mehreren Generationen unter einem Dach gewinnt an Beliebtheit. Auch die Senioren Pflege kann in das Konzept integriert werden. Zahlreiche Verbände und Programme fördern das Zusammenleben von Jung und Alt. Lesen Sie in diesem Beitrag vom Pflegedienst Hessen-Süd über Mehrgenerationenwohnen Projekte und die Vorteile von Mehrgenerationenhäusern.

Im Zusammenleben von Energie und Erfahrung profitieren – auch für die Senioren Pflege
Ob beim Einkaufen, Kaffeetrinken, bei gemeinsamen Spieleabenden oder in der Senioren Pflege: Generationen finden oft mehr gemeinsame Interessen, als sie zunächst glauben mögen. Generationenübergreifende Hilfe und gegenseitiges Verständnis bilden die Grundlage für ein harmonisches Zusammenleben in einem Haus.
Mehrgenerationenhäuser sind daher nicht nur ein Zweckbündnis oder ein Beispiel für die häusliche Pflege. Im Speziellen für die Senioren Pflege. Vielmehr sind sie eine Wohngemeinschaft, in der Alt und Jung sich nicht nur materielle, sondern vor allem menschliche Unterstützung zukommen lassen. Und davon kann sicher keine Generation genug bekommen.
Vorteile beim Mehrgenerationenwohnen
Mehrgenerationenwohnen ist eine Wohnform und ein Miteinander, das verbindet. Für Seniorinnen und Senioren mit Pflegebedarf bietet dieses Lebensmodell viele Chancen: von menschlicher Nähe über gegenseitige Unterstützung im Alltag bis zur Einbindung professioneller Pflege. Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick:
Wie kann ein Pflegedienst unterstützend eingebunden werden?
Ein ambulanter Pflegedienst kann pflegebedürftige Personen auch im Mehrgenerationenhaus individuell unterstützen – ganz nach Bedarf. Pflegekräfte übernehmen zum Beispiel die Grundpflege, medizinische Versorgung, Medikamentengabe oder Entlastungsleistungen für Angehörige.
Die Pflege findet dabei in der vertrauten Wohnung statt – flexibel, zuverlässig und abgestimmt auf den Tagesablauf im Haus. So lassen sich familiäre Unterstützung und professionelle Pflege sinnvoll verbinden.
Mehrgenerationenwohnen Projekte
Mehrgenerationenwohnen ist ein Wohnmodell und Teil einer bundesweiten Gemeinschaftsinitiative. Das stärkt den sozialen Alltag, auch bei der Pflegeintegration. Das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) initiierte Förderprogramm » Mehrgenerationenhaus. Miteinander – Füreinander« (2021–2028) unterstützt rund 530 Mehrgenerationenhäuser bundesweit als Orte des generationenübergreifenden Miteinanders.
Ziel ist es, Gemeinschaft, Teilhabe und sozialen Zusammenhalt lokal zu stärken und gute Lebensbedingungen zu fördern. Jedes geförderte Haus erhält bis zu 40.000 Euro jährlich vom Bund, begleitet durch mindestens 10.000 000 Euro Kofinanzierung durch Kommunen oder Länder. Die Mittel fließen zweckgebunden zur Gestaltung und Umsetzung sozialer Angebote vor Ort. Die Förderung orientiert sich an vier Grundpfeilern, denen sich alle Häuser verpflichtet fühlen:
- Generationenübergreifende Arbeit: Angebote für alle Altersgruppen, die Austausch und Beziehungen fördern
- Teilhabe: Menschen werden zur Mitgestaltung im Sozialraum befähigt
- Freiwilliges Engagement: Ehrenamt wird integriert und gestärkt
- Sozialraumorientierung: Projekte passen sich aktiv an lokale Bedürfnisse an.
Die Mehrgenerationenhäuser setzen flexibel Themen um wie:
- Familie und Beruf
- Vereinbarkeit von Pflege und Familie
- Nachhaltigkeit
- digitale Bildung
- Integration
Lokale Verwaltung, Zivilgesellschaft und Wirtschaft gestalten gemeinsam passgenaue Angebote. Details unter
Das Mehrgenerationenhaus we-house Herne – Beispiel einer Eigeninitiative
Seit 2022 ist das imposante we‑house Herne bezogen. Ein inklusives Mehrgenerationenprojekt im Ruhrgebiet, das rund 50 Menschen von ganz jung bis älter in einem umgebauten Hochbunker miteinander verbindet. Das Besondere: Hier leben alle gemeinsam, engagiert und mitgestaltend in barrierefreien Wohnungen, eingebettet in Gemeinschaftsräume wie einer Werkstatt, Fitnessbereich, Sauna, großer Dachterrasse und sogar einem Bistro mit Indoor-Farm.
Ein Leuchtturmprojekt der Nachhaltigkeit:
- Das Haus nutzt Photovoltaik-Strom, Grauwasser und Abwärme clever zur Energieeinsparung.
- Es verbraucht etwa 50 Prozent weniger Energie und Wasser als ein vergleichbarer Neubau.
- Die Bewohnerinnen und Bewohner sind gleichzeitig Nutzende und Teilhabende:
- Sie haben Miteigentum, Mitbestimmung und ein lebenslanges Wohnrecht.
- Der Alltag lebt von spontanen Begegnungen, gemeinsamen Arbeitseinsätzen und kulturellem Miteinander.
Ein lebendiges Beispiel dafür, wie verschiedenste Generationen, inklusive Menschen mit Behinderung, in einem Umfeld zusammenleben können, das Sicherheit, Vielfalt und Nachhaltigkeit verbindet.

Häufig gestellte Fragen und Antworten zum Mehr-generationenwohnen
Ein Mehrgenerationenhaus ist ein Ort, an dem Menschen verschiedener Altersgruppen unter einem Dach leben, voneinander lernen und sich gegenseitig unterstützen. Es verbindet Familienleben, Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung. Oft mit zusätzlichen Angeboten wie Kinderbetreuung, Seniorenpflege oder Nachbarschaftshilfe. Ziel ist ein starkes Miteinander statt Vereinsamung.
Es richtet sich an alle Generationen: Familien mit Kindern, Alleinerziehende, Seniorinnen und Senioren, Studierende oder Menschen mit Unterstützungsbedarf. Wer Gemeinschaft sucht und bereit ist, sich im Alltag gegenseitig zu helfen, ist hier genau richtig. Ganz gleich, ob aktiv oder zurückhaltend. Auch Pflegebedürftige finden oft Anschluss und Unterstützung.
Eine Übersicht bietet die Website der Bundesbehörde BMBFSFJ mehrgenerationenhaeuser.de/mehrgenerationenhaeuser/haeuser-in-ihrer-naehe mit interaktiver Karte. Auch Städte und Kommunen, soziale Träger oder Plattformen wie bring-together.de helfen bei der Suche.
Tipp: Fragen Sie bei örtlichen Pflegediensten oder Familienzentren nach. Sie kennen oft passende Anlaufstellen.
Die Angebote richten sich an alle, die Gemeinschaft erleben oder Unterstützung brauchen. Von jungen Familien über pflegende Angehörige bis zu Senioren. Es gibt Kurse, Beratungen, Begegnungscafés, Freizeitangebote und oft Pflege- oder Betreuungsmöglichkeiten. Angepasst an die Bedürfnisse.
Die Kosten variieren stark je nach Wohnform, Region und Serviceumfang. In vielen Projekten zahlen Bewohnerinnen und Bewohner eine normale Miete. Manchmal fallen Gemeinschaftskosten für geteilte Räume an.
Wer zusätzlich Pflege oder Unterstützung benötigt, muss dafür gesondert zahlen oder erhält im Rahmen der Pflegeleistungen bei Pflegegrad Unterstützung durch die Pflegekasse. Förderprogramme und Sozialleistungen können die Finanzierung ebenfalls erleichtern.

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