Barrierefreies Wohnen im Alter – sicher und selbstbestimmt zu Hause leben

Barrierefreies Wohnen im Alter ist für Senioren ein zentrales Thema. Zudem ist es für Menschen mit Behinderung von großer Bedeutung. Die Wohnräume werden auf die besonderen Bedürfnisse der jeweiligen Bewohner zugeschnitten. Lesen Sie in diesem Blogbeitrag vom Pflegedienst Hessen-Süd Details über typische Barrieren, die sich mit gezielten Maßnahmen sowie Fördergeldern beheben lassen.

Pflegerin mit Mundschutz spricht mit einem älteren Menschen in einem Rollstuhl in einem hellen Zimmer.

Barrieren im Alter – Hürden zu Hause

Im eigenen Zuhause alt werden – das ist für viele Menschen ein großer Wunsch. Doch mit zunehmendem Alter verändert sich der Alltag: Bewegungen fallen schwerer, Treppen werden beschwerlich und kleine Stolperfallen können Stürze verursachen. Typische Barrieren im Alter und Ursachen für Sturz-, Rutsch- und Stolperunfälle:

  • Stufen und Treppen
  • Badewannen und Duschen mit hoher Duschwanne
  • Lose Teppiche und Kabel
  • Rutschige Untergründe

Barrierefreies Wohnen hilft, diese Hürden zu vermeiden und den Alltag im Alter sicher und komfortabel zu gestalten.

Was barrierefreies Wohnen im Alter bedeutet

Barrierefreies Wohnen heißt, den Wohnraum so anzupassen, dass er den Bedürfnissen im Alter gerecht wird. Es geht nicht nur um die Beseitigung von Hindernissen, sondern auch um mehr Komfort und Sicherheit im täglichen Leben. Übergeordnete Ziele barrierefreier Wohnräume:

  • Stolperfallen vermeiden
  • Wege im Haus sicherer und kürzer gestalten
  • Räume und Ausstattung bequem nutzbar machen
  • Selbstständigkeit so lange wie möglich erhalten

Wichtige Kriterien für barrierefreies Wohnen im Alter

  • Ebenerdiger Zugang und barrierefreie Schwellen: Keine Stufen oder Schwellen beim Hauseingang und Zimmertüren.
  • Breite Türen und Flure: Mindestens 80 Zentimeter breit, damit sich mobilitätseingeschränkte Menschen mit Rollator oder Rollstuhl gut bewegen können.
  • Treppenhilfe: Fester Handlauf auf beiden Seiten oder Treppenlift bei mehreren Etagen.

Unterstützung durch Pflegeberatung und Pflegestützpunkte

Als Pflegedienst Hessen-Süd können wir unter Berücksichtigung der Voraussetzungen unterstützen, wenn es um barrierefreies Wohnen im Alter geht. Unsere Pflegekräfte in der Altenpflege erleben täglich, wo im Haushalt Schwierigkeiten auftreten, und wissen, welche Anpassungen besonders hilfreich sein können.

Im Rahmen einer kostenpflichtigen Pflegeberatung dürfen wir Sie – unter Berücksichtigung Ihrer häuslichen Situation – zum Anspruch für Pflegebedürftige beraten. Unter anderem unterstützen wir bei:

  • der Einschätzung, welche Umbauten für ein sicheres Pflegeumfeld sinnvoll sind und
  • der Vorbereitung von Anträgen für Zuschüsse.

Für pflegende Angehörige bringt Barrierefreiheit ebenfalls große Erleichterung: weniger körperliche Belastung, weniger Sturzgefahr und ein sicherer Arbeitsplatz im häuslichen Umfeld.

Wird durch die Pflegekasse ein Pflegegrad bei Ihnen festgestellt, haben Sie Anspruch auf eine Pflegeberatung. Erhalten Sie innerhalb von zwei Wochen keinen Termin von Ihrer Pflegekasse, können Sie uns mit einem von der Kasse ausgestellten Beratungsgutschein beauftragen.

Auch ohne Pflegegrad beraten wir Sie zur barrierefreien Gestaltung Ihrer Wohnung. In diesem Fall erfolgt die Abrechnung privat, die Kosten tragen Sie selbst.

Junge Frau in einem Olivgrünen Blazer lächelt freundlich an einem Empfangstresen mit Ordnern: Vreda Janssen

Kostenlose Beratung durch Pflegestützpunkte in Hessen

Eine weitere Anlaufstelle für die Beratung zum barrierefreien Wohnen sind die kommunalen Pflegestützpunkte. Hier finden Pflegebedürftige und Angehörige kostenlose Hilfe und Beratung rund um die Organisation der Pflege, den Kontakt zu Leistungserbringern und auch das Ausfüllen von Anträgen.

Mehr Informationen zu den Pflegestützpunkten in Hessen

Kosten und Fördermöglichkeiten für barrierefreies Wohnen

Barrierefreie Umbauten sind eine Investition in die Lebensqualität. Damit sie bezahlbar bleiben, gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten:

Da die Pflegekasse »wohnumfeldverbessernde Maßnahmen« pro Maßnahme bezuschusst, ist es möglich, dass Sie mehr als einen Zuschuss erhalten. Beispiel: Sie benötigen eine ebenerdige Dusche und Handläufe im Flur. Hierbei sind zwei verschiedene Wohnbereiche betroffen, sodass es sich um zweierlei Maßnahmen handelt.

Wichtig ist, dass Sie sich vor dem Umbau beraten lassen und Förderanträge frühzeitig stellen.

FAQ – häufige Fragen und Antworten zum barrierefreien Wohnen im Alter

Zwei Personen lächeln in die Kamera, während sie ein Tablet in einem Büro mit großen Fenstern und einem Flipchart im Hintergrund halten: Norbert Janssen und Dörthe Schuchardt

Barrierefreies Wohnen im Alter – wir unterstützen Sie

Sie möchten Ihr Zuhause sicher und altersgerecht gestalten? Mit einem Beratungsgutschein Ihrer Pflegekasse oder auf private Rechnung können Sie einen Termin mit uns vereinbaren. Wir begleiten Sie gerne auf dem Weg zu einem sicheren und barrierefreien Zuhause.

Telefon: 0 61 51 / 969 770
E-Mail: info@pflegedienst-hessen-sued.de
Mehr erfahren: Ambulante Pflege

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