
Da die meisten Demenzerkrankungen schleichend beginnen, sind die Defizite und auffälligen Verhaltensweisen der Erkrankten schwer zu erkennen - oftmals erst im Rückblick bei einer schon fortgeschrittenen Demenz und durch die Demenzbetreuung. Es ist aber ausgesprochen wichtig, Demenzerkrankungen möglichst frühzeitig zu diagnostizieren. Ein kleiner Teil dieser Erkrankungen sind durch frühzeitige Behandlungen wesentlich zu verlangsamen. Auch ermöglicht eine frühzeitige Demenzbetreuung den Betroffenen, sich mit der Krankheit und ihren Folgen auseinanderzusetzen, bevor sie die Fähigkeit dazu verlieren.

Deshalb ist es wichtig, dass Angehörige vermeintliche Symptome nicht verdrängen, sondern sich aktiv mit ihnen auseinandersetzen. Nicht jede Beeinträchtigung des geistigen Leistungsvermögens muss für sich genommen schon ein Alarmsignal sein, dass sagen auch die Fachleute der Demenzbetreuung. Treten Gedächtnislücken regelmäßig auf und kommen weitere Merkmale wie Sprach- oder Orientierungsschwierigkeiten hinzu, ist es ratsam einen Arzt oder die Mitarbeiter der Demenzbetreuung zu Rate zu ziehen. Gerade im Anfangsstadium der Krankheit versuchen viele Betroffene, ihre Probleme vor anderen zu verbergen und Gedächtnislücken mithilfe von Merkzetteln zu überspielen. Sie reagieren aggressiv oder ablehnend, wenn Angehörige sie auf „Schwierigkeiten“ oder „Fehler“ ansprechen.
In einem solchen Fall hilft es, das Verhalten des Angehörigen über einen längeren Zeitraum schriftlich festzuhalten und mit dem betreuenden Arzt oder der Demenzbetreuung zu besprechen. Wenn ein Verdacht auf Demenz besteht, ist dieser auf keinen Fall leichtfertig abzutun, denn eine frühzeitige Diagnose führt dazu, dass die Betroffenen und deren Angehörige Zugang zu den verschiedenen verfügbaren Hilfsangeboten, wie beispielsweise Demenzbetreuung bekommen. Eine frühzeitige Diagnose mit der einhergehenden Demenzbetreuung hebt die Lebensqualität der erkrankten Person.
Stellt der Arzt die Diagnose Demenz, müssen sich die Angehörigen als erstes fragen, ob der kranke Mensch die Diagnose „Demenz“ erfahren sollte. Dagegen spricht, dass die erkrankten Personen häufig depressiv reagieren oder bereits im Vorfeld der Untersuchungen mitteilen, dass sie das Ergebnis nicht wissen möchten. Für die Aufklärung spricht, dass die erkrankte Person mit Hilfe einer Demenzbetreuung planen kann, wie sie das Beste aus den kommenden Jahren macht. Der Erkrankte hat die Möglichkeit, sich zusammen mit der Demenzbetreuung an der Organisation der Pflege aktiv zu beteiligen. Der Patient kann die wichtigsten finanziellen Entscheidungen noch selbst treffen oder entscheiden und festlegen, wer sich später um ihn kümmern soll, die Angehörigen selbst oder aber eine professionelle Demenzbetreuung.
Nachdem die erkrankte Person erfahren hat, woran sie leidet, benötigt sie Hilfe, mit den Gefühlen der Wut, der Angst und der Niedergeschlagenheit zurechtzukommen. Zu einer Demenzbetreuung gehört auch immer eine psychologische Beratung, die gerade kurz nach der Diagnose besonders wichtig ist. Auch eine Selbsthilfegruppe kann bei der Bewältigung der psychischen Belastung hilfreich sein und ist neben der allgemeinen Demenzbetreuung immer zu empfehlen. Viele Angehörige fühlen sich aber auch erleichtert, da sie sich so lange Sorgen gemacht haben und jetzt endlich eine Erklärung für das veränderte Verhalten gefunden haben. Manche Menschen haben an irgendeinem Punkt das Gefühl, es nicht mehr zu schaffen und die Zukunft nicht bewältigen zu können. In der Demenzbetreuung erhalten auch die Angehörigen des Betroffenen Hilfestellungen und Beratungsangebote.
Auf jeden Fall gilt es nicht zu zögern, Hilfe in Anspruch zu nehmen und einen Anlaufpunkt für Demenzbetreuung aufzusuchen. Es gibt inzwischen viel hilfreiche Literatur, informative Internetseiten, aktive regionale Initiativen, die bei der Bewältigung der großen Herausforderung „Demenz“ behilflich sind. Weiterführende Informationen erhalten Sie auch beim Pflegedienst Hessen Süd – rufen Sie uns an und vereinbaren einen unverbindlichen Beratungstermin mit uns!
Pflegedienst Hessen Süd Janssen GmbH
Norbert Janssen
Thüringer Str. 5 b
64297 Darmstadt
Fon 0 61 51 / 50 14 00
Fax 0 61 51 / 50 14 02