Frau W. wird von unserem Pflegedienst für die Pflegeberatung nach § 37 SGB XI besucht. Ansonsten kommt sie mit ihren Haushaltshilfen noch wunderbar alleine zurecht. Im April 2011 konnte sie bei bestem Gesundheitszustand ihren 100. Geburtstag feiern. Da sie nicht mehr so gut sieht und auch keine Naschkatze ist, wünschte sie sich von uns weder Blumen noch Pralinen oder Ähnliches zum Geburtstag, sondern dass wir ihr für den Tag einen Rollstuhl organisieren. Ihre Angehörigen wollten sie anlässlich der Geburtstagsfeier ausführen. Und da Frau W. doch schon etwas wackelig auf ihren Beinen ist, wäre ein Rollstuhl wirklich eine Entlastung. Diesen Wunsch haben wir natürlich gerne erfüllt! Über ein paar Ecken ist es uns gelungen, einen wunderschönen Klapprollstuhl zu organisieren. Den haben wir ihr an ihrem Ehrentag vorbei gebracht. Die Freude darüber war natürlich sehr groß. So konnte sie entspannt diesen Tag mit ihren Angehörigen erleben und auch verschiedene Örtlichkeiten im Rollstuhl bequem erreichen. Wir wünschen Frau W. auch von dieser Stelle weiterhin gute Gesundheit und schöne Jahre mit ihren Lieben.
Kommentare (0)Kategorien
- Allgemein (40)
- Altenpflege (17)
- Ambulante Pflege (10)
- Häusliche Pflege (12)
- Intensivpflege (2)
- Krankenpflege (9)
- Pflegedienst (15)
- Pflegeheim (7)
- Pflegeleistungen (7)
-
RSS-Feed
Die MDK-Prüfung aus Sicht des Chefs
An dieser Stelle muss und will ich mal ein dickes Lob an meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter loswerden. Nicht nach dem Motto „Nicht geschimpft ist schon Lob genug“, nein, ein richtiges fettes Lob. Da gönne ich mir mit meiner Frau eine kleine Auszeit in einem Hot Spot auf Island. Ein Kurz-Urlaub zu einer Jahreszeit, in der die meisten in die andere Richtung fliegen, der Sonne hinterher. Wir haben uns gedacht, das macht ja fast jeder, wir machen es anders. Während wir die Geysire, Wasserfälle die Vulkane Hekla, Krafla und Evjafjallajökull bestaunt haben, kommt über die „lange Leine“ eine unscheinbare, richtig elektrisierende Nachricht. Morgen kommt der MDK! Das hat nachdenklich gemacht. Nun weiß ich natürlich, dass der Gesetzgeber festgelegt hatte, dass bis Ende 2010 jeder Pflegeeinrichtung im Gesundheitswesen besucht und begutachtet sein soll. Dass sie bei uns Ende Januar erschienen sind zeigt auch, dass der MDK seine Vorgaben, zumindest zeitlich, nicht erfüllt hat. Sie haben immer noch Einrichtungen zu besuchen.
Nun denn, ihr Problem. Meins war, dass ich von der Insel nicht weg komme. Da fliegt nur alle zwei Tage ein Flugzeug nach Frankfurt. Keine Chance, zu meinen Leuten zu kommen. Also habe ich aus der Ferne versucht, ruhig zu bleiben, es einfach positiv zu sehen. „Da störst du vor Ort nicht und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Prüferinnen des MDK können in Ruhe arbeiten.“ Natürlich habe ich mir weiter Island angesehen, die Wasserfälle Dettifoss und Gullfoss standen auf unserem individuellen Programm. Faszinierende Anblicke. Riesige Wassermassen stürzen mit einer ungeheuren Kraft in die Tiefe. Über dem Ort liegt ein Wasserschleier und ein dröhnendes Rauschen. Diese Anblicke haben mich von der MDK-Prüfung gut abgelenkt. Ich wollte zwischendurch immer anrufen, traute mich aber nicht. Ich wollte ja auch nicht stören und außerdem wusste ich: Bei meinen Leuten ist diese Prüfung wahrscheinlich sogar besser aufgehoben als bei mir. Sie haben eine Distanz zu dem Geschehen. Als Inhaber ist man ganz anders involviert und betroffen.
Jeder kann sich meine grenzenlose Erleichterung vorstellen, als ich am Abend nach der Prüfung am Handy total entspannte Mitarbeiter hatte. Alles super gelaufen. Ein paar Kleinigkeiten, aber alles im grünen Bereich.
Liebe Mitarbeiterinnen, liebe Mitarbeiter, das war richtig super. Ihr habt einen Top Job abgeliefert. Das Ergebnis kann sich nicht nur sehen lassen, mit 1,1 als Gesamtnote, gehören wir zu den Besten.
Danke!
Kommentare (0)Wir ziehen um!
Nächste Woche geht es los! Die Vorbereitungen für unseren Umzug laufen auf Hochtouren. Ab Montag, dem 21.03.2011, sind wir in unseren neuen Geschäftsräumen zu finden. Wir sind dann nicht weit von unserem jetzigen Standort entfernt. Wir bleiben in dem kleinen Einkaufszentrum in der Thüringer Straße in Darmstadt-Eberstadt. Aber wir kommen jetzt aus dem ersten Stockwerk nach unten, und sind dann endlich ebenerdig schwellenfrei zu erreichen, ganz nach unserem Motto: „Immer in Ihrer Nähe“. Wir beziehen die Räumlichkeiten der ehemaligen Bäckerei. Unser Vermieter, Herr Thomas Lohnes, hat keine Kosten und Mühen gescheut, aus einer Bäckerei schöne, freundliche und funktionale Büroräume für uns zu gestalten. Die alte Backstube ist jetzt ein freundlicher Seminarraum, in dem schon bald Informations- und Fortbildungsveranstaltungen angeboten werden. Im ehemaligen Verkaufsraum der Bäckerei werden wir auch Produkte verkaufen. Allerdings handelt es sich dabei nicht um Backwerk, sondern um nützliche Produkte für die Pflege. So erhält man bei uns zu günstigen Preisen hochwertige Produkte, wie z. B. Einmalhandschuhe, Hautdesinfektionsmittel, Mundschutz u. v. a. m. Außerdem bieten wir zu unseren stark erweiterten Öffnungszeiten Beratung zu allen Fragen der Pflege an, gerne auch bei einer Tasse Kaffee. Unsere Geschäftszeiten sind ab 01.04.2011: montags – donnerstags von 8:30 – 13:00 Uhr und von 14:30 – 18:30 Uhr, und freitags von 8:30 – 13:00 Uhr.
Kommentare (0)Betreuungsangebote für Demenzkranke bringen Entlastung
Wer einen Angehörigen zu Hause pflegt, steht vor ganz besonderen Herausforderungen.
Haben Sie eventuell Ihre Berufstätigkeit aufgegeben, die eigene Familie zurückgestellt oder sogar die eigene Gesundheit und Lebensqualität geopfert für die Pflege? Die Beweggründe für die Zurückstellung der eigenen Ansprüche sind sehr unterschiedlich. Aber wenn die Dauer der Pflegebedürftigkeit über einen längeren Zeitraum andauert, kommen Sie früher oder später an Grenzen, sowohl finanziell, gesundheitlich oder auch nervlich.
Bei Betreuung Demenzkranker ist Kräfteeinteilung wichtig
Eine ganz besondere Herausforderung ist die Betreuung an Demenz erkrankter Angehöriger. Da sie oft körperlich noch sehr aktiv sind, kommt zu der psychischen Belastung, die diese Diagnose mit sich bringt, noch der Dauerstress, der durch die ununterbrochene Aufmerksamkeit entsteht. Umso wichtiger ist es, auf sich selbst zu achten. Wie bei einem Marathonläufer müssen Sie Ihre Kräfte auf einen langen Zeitraum gleichmäßig verteilen.
Dank der letzten Pflegereform bekommen Sie für die Betreuung Demenzkranker zusätzliche Gelder von den Pflegekassen. Je nach Stadium der Demenz sind das entweder 100 bzw. 200 Euro pro Monat. Diese Gelder sollten Sie unbedingt dafür einsetzen, um sich etwas Luft zu verschaffen. Das kann eine Demenzgruppe sein oder auch eine professionelle Demenzbetreuung zu Hause. Dabei sollten Sie darauf achten, welches Konzept die Anbieter, wie etwa Pflegedienste, für die Demenzbetreuung im Angebot haben.
Mit speziell geschultem Personal Demenzkranke fördern
Denn eine gute Demenzbetreuung erschöpft sich nicht in der reinen Beaufsichtigung, sondern fördert den Erkrankten und kann damit zu einer deutlichen Verbesserung des Befindens beitragen. Dafür ist speziell geschultes Personal notwendig, das die besonderen Eigenarten dieser Krankheit versteht und dementsprechend einfühlsam auf den Erkrankten eingehen kann. Demenz erfordert einen sehr individuellen und behutsamen Umgang.
Solche Zeiten der gezielten Förderung noch vorhandener Ressourcen können für den Erkrankten zu einer regelrechten Erfrischung werden. So profitiert nicht nur der Pflegende von dieser Luftholpause, sondern auch der Erkrankte. Wenn Sie weitere Fragen haben oder Informationen zur Betreuung Demenzkranker wünschen, helfen wir Ihnen gerne weiter.
Kommentare (0)Gedächtnistraining für Senioren wird immer beliebter
Gedächtnistraining für Senioren wird in Deutschland immer beliebter. Uns allen ist bewusst, dass Menschen immer älter werden und oftmals auch bis ins hohe Alter fit bleiben. Frische Luft, Gedächtnisspiele und vielleicht auch die moderne elektronische Unterhaltungstechnik können das Gedächtnistraining für Senioren unterstützen.
Gedächtnistraining für Senioren – Welche Möglichkeiten gibt es?
Wer bei Gedächtnistraining für Senioren nur an langsame und einschlafende Runden Memory in der Seniorengruppe denkt, der irrt. Denn es gibt eine ganze Menge Möglichkeiten, wie auch Senioren durch Gedächtnistraining ihr Gehirn fit halten können und somit auch im hohen Alter noch komplexere Gedankenwege nachvollziehen können. Und mal ehrlich: Warum sollte Gedächtnistraining nur bei jüngeren Menschen und nicht bei Senioren funktionieren?
Laut einer Studie der Universität von Kalifornien (UCLA) haben ältere Menschen, die zuvor wenig Berührungspunkte mit dem Internet aufweisen konnten, bereits nach einer Woche Internetsurfen erhöhte Aktivitäten in Hirnarealen, „die für Entscheidungen und komplexe Gedankengänge verantwortlich sind“. Versuchspersonen im Alter von 55 bis 78 Jahren nahmen an dem Experiment der UCLA teil.
Immer beliebter werden allerdings auch auf digitalen Konsolen, wie der Sony Playstation Portable, dem Nintendo DS oder dem iPhone von Apple so genannte Gehirn-Jogging-Spiele. Am bekanntesten unter diesen Spielen ist „Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging“. Dr. Ryuta Kawashima ist ein japanischer Neurowissenschaftler und Autor des Buches „ Train Your Brain: 60 Days to a Better Brain“ zu deutsch: „Trainiere dein Gehirn – 60 Tage für ein verbessertes Gehirn“. Durch die Umsetzung des Buches als Spiel für den Nintendo DS erlangte Dr. Kawashima in Deutschland große Bekanntheit und das Gehirn-Jogging wurde auch in Deutschland populär.
Gedächtnistraining für Senioren in altbekannter Form
Als Gedächtnistraining für Senioren mag eine elektronische Konsole vielleicht keine Alternative sein. Meistens sind die Bildschirme und Steuerungselemente der Geräte zu klein und kommen somit für Senioren eher nicht in Frage. Doch auch das traditionelle Gedächtnistraining ist nicht minder attraktiv. So können z.B. Bücherwürmer weiter Bücher lesen und Theater-Freunde ins Theater gehen. Frische Luft, viel Bewegung sowie gesundes Essen regen zusätzlich das Gehirn an. Doch auch Denksportaufgaben, Wortspiele und Memory-Spiele helfen dabei, auch im Alter weiter fit zu bleiben. Welches Gedächtnistraining für Senioren der Pflegedienst Hessen-Süd anbietet, erfahren Sie im persönlichen Gespräch.
Kommentare (0)Welche Aufgaben hat eigentlich ein Pflegestützpunkt?
Der Pflegestützpunkt ist für Betroffene bei der Organisation der Pflege die erste und zentrale Anlaufstelle zur Beratung und Unterstützung. Seit Anfang 2009 haben Betroffene und deren Angehörige einen gesetzlichen Anspruch auf Pflegeberatung. In diesem Fall sind die Pflegekassen verpflichtet, für ihre Versicherten ein individuelles Fallmanagement zur Verfügung zu stellen (Case-Management). Welche Informationen bekommen Sie also in Ihrem Pflegestützpunkt vor Ort?
Pflegestützpunkt ist zentrale Anlaufstelle bei Fragen rund um die Pflege
Im Pflegestützpunkt vor Ort wird die Beratung über alle pflegerischen, sozialen und medizinischen Leistungen unter einem Dach gebündelt. Viele Angehörige von Pflegenden beklagten sich in den vergangenen Jahren immer wieder darüber, dass die Vorbereitung und Organisation rund um die Pflege oftmals die größte Belastung darstellen. Aus diesem Grund wurde mit der Pflegereform im vergangenen Jahr die Einrichtung von Pflegestützpunkten beschlossen. Durch Pflegestützpunkte ist eine effiziente Vernetzung alle Angebote für Pflegebedürftige gegeben, schreibt das Bundesministerium für Gesundheit auf seiner Homepage.
Als Pflegebedürftiger oder Angehöriger erhalten Sie alle wichtigen Antragsformulare, Informationen und konkrete Hilfestellungen im Pflegestützpunkt. Sie müssen beispielsweise Ihre Wohnung altengerecht umbauen? Dann können die Pflegeberatungsmitarbeiter Ihnen Informationen über mögliche Zuschüsse der Pflegekasse geben. Sie suchen ein geeignetes Pflegeheim? Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Pflegestützpunkt vor Ort haben den Überblick über passende Pflegeheime in Ihrer Umgebung. „Im Pflegestützpunkt soll auf Wunsch des Einzelnen das gesamte Leistungsgeschehen für Pflegebedürftige koordiniert werden“, schreibt das Bundesministerium für Gesundheit.
Pflegestützpunkt noch nicht überall verfügbar
So einen Pflegestützpunkt in der Nähe zu haben, wäre mit Sicherheit für alle Beteiligten die beste Lösung. Bisher haben allerdings noch nicht alle Bundesländer die Gesetzesvorlage umgesetzt und Pflegestützpunkte eingerichtet. Auf der Internetseite des Bundesministeriums für Gesundheit gibt es eine – nicht mehr ganz aktuelle Karte zum Stand der Pflegestützpunkte in den einzelnen Bundesländern. Wenn Sie weitere Fragen zum Thema Pflegestützpunkte haben, freuen wir uns auf Ihre E-Mail oder Ihren Anruf.
Kommentare (0)Krankenschwester in der ambulanten Versorgung
Über zwei Tage begleiten wir die Krankenschwester XY bei ihrer Arbeit für den Pflegedienst Hessen-Süd. Trotz ihrer mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Alten- und Krankenpflege ist XY immer noch schwer begeistert und bewegt von ihrer Arbeit. Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und lernen Sie die Arbeiten und die dazugehörigen Gedanken bei der Pflegearbeit kennen und schätzen.
Warum die Schlummer-Taste am Wecker nicht ausreicht, um morgens aufzustehen und das hessische „Morscheeee“ vor sieben Uhr noch nicht so richtig rüberkommt.
5:00 Uhr: Der Radiowecker klingelt das 1. Mal. Eine schnelle Handbewegung stoppt das fröhliche Getriller in der Box neben dem Bett. Das Bett fühlt sich warm an und sehr gemütlich, viel zu gemütlich um aufzustehen.
5:10 Uhr: Diesmal ist das undefinierbare Geräusch neben mir schon deutlich erkennbar als menschliche Stimmen, die mich daran erinnern aufstehen zu müssen. Kurze Abwägung, ob ich die Snooze-Taste nochmal betätige: „Ja, bloß noch ein bisschen dösen, es ist so schön gemütlich gerade jetzt.“
5:20 Uhr: Die viel zu lauten Stimmen kommen wieder direkt zu mir ins Bett. Abschalten des Gerätes und leicht schlechtes Gewissen dem Gegenüber im Bett, kurzer Blick in die nachtumwobene Stille des Raums. Wohliges Rumdrehen und gleichmäßige Atemgeräusche vermitteln: „Jetzt bloß leise aus dem Raum, im Dunkeln Pantoffel suchen und Morgenmantel überwerfen.“ Die Tür ist zu, der Tag beginnt: „Bloß schnell die Kaffemaschine anwerfen und dafür sorgen, dass der Kreislauf in Gang kommt, sonst ist die Realität um diese Uhrzeit gar nicht zu ertragen.“
Nach der Morgentoilette, die betont kurz und knapp ausfällt, die weißen Arbeitsklamotten (die ich am Vorabend schnell noch gebügelt habe) anwerfen, passendes bequemes Schuhwerk und schnell zum aufgebrühten Kaffeeduft in die Küche.
5:40 Uhr: Die ersten Kaffeeschlucke kurbeln alle Lebensgeister bereit, der Kopf wird klarer, jetzt schnell am Küchenfenster (moderne Haushalte, vor allem mit Kindern haben keine rauchenden Eltern, die sehen zu, dass sie draußen oder gelegentlich zum Fenster, auf dem Balkon, im Garten etc. zum rauchen gehen) eine Kippe und der Tag fängt an.
5:50 Uhr: Kurzer Blick auf die Uhr, abwägen was heute für die Familie noch vorzubereiten ist, Blick in den Familienplaner, kurze Zettelwirtschaft in die Nähe der bereitgestellten Kaffe/Kakaotassen stellen, ein lieber Gruß für die Lieben (ist doch klar), Jacke über, ein letzter Schluck aus dem mittlerweile kalt gewordenem Restkaffee und raus geht’s.
6:00 Uhr: zufriedener Blick auf die Uhr, supi, passt, 6:30 Uhr bei der ersten Pflegekundin in Eberstadt sein, vorher noch ins Büro, alles gut. Schnell im Vorübergehen die Tageszeitung auf die Treppe legen (frau lebt ja im Sozialverbund), das Tor leise ins Schloss ziehen.
Das erste Mal für diesen Tag nehme ich bewusst das Wetter war, es ist trocken, aber es ist noch düster. Der Herbst ist eine wundervolle, bunte Jahreszeit, aber leider viel zu lange dunkel. Kurzer Rundum-Blick in die Nachbarschaft, ja am Vorabend habe ich die richtige Mülltonne rausgestellt. Außer einem Fenster sind alle anderen Nachbarn noch in seliger Nachtruhe. Ich gönn`s denen ja. Ich fahre langsam los und suche nach einem Radiosender der mich die nächsten 15 Minuten belebend durch den Tag bringt. Durchs Viertel gibt’s immer noch nicht mehr beleuchtete Fenster, schlafen alle noch, gut so.
6:10 Uhr: Gute Straßenverhältnisse, freie Sicht, mein Gott Autos haben ja Lampen.
Das erste Ärgernis taucht vor mir auf, ein dunkelroter O….K….(alteingesessenes Auto einer mal deutschen Firma). Erlaubt sind 50 Km/h, er/sie/es (kann ich nicht erkennen) fährt konstant 30 Km/h, das halte ich genau 5 Minuten aus, dann setzte ich im absoluten Überholverbot den Blinker links und überhole (es besteht wohlgemerkt keine Gefahr, weder für es, noch für mich, außer, dass ich zu spät komme).
„Schön, überholt und schon ein bisschen wacher“, die Musik wird ein bisschen lauter gedreht, gerade läuft ein cooles Lied bei You Fm. Hey, geht doch und schon fast im Büro, „Nur immer gut auf alle Fahrradfahrer aufpassen, die man/frau immer schlecht sieht in dieser Jahreszeit.“
Warum tragen die eigentlich immer alle dunkle Funktionskleidung mit minikleinen Reflektoren, die man/frau überhaupt erst erkennt, wenn man/frau erst direkt vor einem Solchen fährt.
Die Ampel vorm Büro ist grün, schwups und schon eingeparkt. Dort steht im Dunkeln der Edeka-Markt-Gehilfe der auf irgendwas wartet. „Auf was eigentlich, der steht immer um diese Uhrzeit genau da und grüßt erst, wenn ich ihn grüße“. „Frechheit, der sollte mal zuerst grüßen, schließlich bin ich Kundin von ihm und außerdem ist er jünger als ich, keinen Anstand diese Jugendlichen heutzutage.“ Schnell rauf zum Büro, holla, das geht ganz gut, also wach bin ich jetzt schon mal.
6:18 Uhr: Der Schlüssel-Pin macht komische nicht deutbare Geräusche beim Aufsperren der Bürotür. Das Licht wird zum ersten Mal an diesem Tag grell, hell und mehrere Stimmen dringen zu mir vor. Die lieben Kollegen sind schon da. Alle werden einzeln mit einem freundlich gemurmelten „Morscheee“ oder „Guten Morgen“ von mir begrüßt. Heute kommt ein mäßiges „Guten Morgen“ über meine Lippen. Dabei merke ich, dass ich vergessen habe Lippenpflege durchzuführen. Meine Lippen spannen beim Aussprechen der zwei Worte. Ok, das waren meine ersten Worte heute Morgen, ging doch ganz gut, schnell ein Fettstift über die Lippen gezogen und anschließend ein Blick in mein Fach. Dort gibt es ein lustiges Durcheinander an bunten Zetteln in Din-A4-Format, dazwischen tummeln sich zwei kleine A6 Zettel (Abreißformat) auf denen handschriftliche Anforderungen der Chefin stehen für diesen Tag und meine Tour, die ich laut Wochendienstplan fahre an diesem Tag.
Schön, der Platz am Übergabe-Buch ist frei, ich werfe einen Blick rein und lese ab dem letzten Dienst weiter, keine großen Sachen die meine Tour betreffen, also gut: „Welches Mobiltelefon habe ich heute?“, das verrät mir der Wochenplan direkt neben dem Buch.
Im Büro wird es lauter, ganz klar, das sind eindeutig zu viele Leute für mich um diese Zeit.(Ich mag sie alle sehr gern, aber mittags irgendwie dann doch noch lieber als jetzt.)
Der aktuelle Dienstplan an der Wand sagt nix Neues seit gestern, schön, ich gehe zum Schlüsselschrank und bediene mich derer die ich heute früh brauche, die passenden Handschuhe noch unter den Arm und los geht’s: „Tschühüüüs, ihr Lieben, ich lass die Schränke offen.“ Logisch, es kommen keine Wiederworte aus dem großen, sehr hellen Team Raum, denn nach mir kamen ja noch zwei Kolleginnen rein, die müssen ja auch noch an alles ran, was sie für ihre Tour so brauchen.
Ein viel wacheres und angenehm freundliches „Tschühüüüs“ (freundlicher als meins) schwappt von meinen Kolleginnen zu mir hinüber, bevor ich die Bürotür locker ins Schloss gleiten lasse. Die Lichtverhältnisse draußen sind noch entfernt von „Positiv sollten sie jeden Tag beginnen….Frau Dr. Eberlein…“ SWR3 Radio, als es noch gut war.
6:24 Uhr: Ich sitze wieder im Auto und sortiere meinen Unterlagen, die ich zu verteilen, abzuholen und unterschreiben zu lassen habe während meiner Tour heute Morgen.
Der Dienst beginnt!
Kommentare (0)Betreutes Wohnen erhält Eigenständigkeit
Es ist das Bedürfnis eines jeden Menschen, möglichst lange selbstbestimmt leben zu können. So früh wie möglich möchten wir selbstständig leben und agieren und so spät wie nötig diese Freiheit wieder aufgeben. Allerdings kommt es oft anders als sich die meisten Menschen das wünschen: Wenn uns nämlich das zunehmende Alter und menschliche Gebrechen einen Strich durch die Rechnung machen und wir im Alter auf die Hilfe und Unterstützung unserer Mitmenschen angewiesen sind, stehen wir vor der Wahl, wie und vor allem in welcher (Wohn-)Form wir unseren Lebensabend verbringen wollen.
Betreutes Wohnen: Fachliche Unterstützung ist je nach Bedarf zur Stelle
Betreutes Wohnen ist eine Möglichkeit, diese Autonomie zu gewährleisten und trotzdem eine gute Betreuung zu stellen. Je nach individuellem Bedarf kann die Unterstützung in Form ambulanter Pflegedienste oder ausgebildeter Einzelhelfer erfolgen. Auch der Zeitraum der professionellen Pflege ist je nach Bedarf relativ offen. Von einigen Stunden in der Woche bis zu mehreren Tagen ist praktisch alles möglich, solange dem Pflegebedürftigen ein hohes Maß an Selbstständigkeit zugestanden wird und ihm eigene Verantwortung bleibt.
Die Möglichkeit, auch im Alter durch betreutes Wohnen in einer eigenen Wohnung zu leben, ist so lange reizvoll, bis die quälende Frage auftaucht: „Was tun, wenn ich doch einmal Hilfe brauche?“. Um davon nicht vollkommen überrascht zu werden, sollte sich jeder, der sich für diese Wohnform entscheidet, früh genug Gedanken machen. Möglichst schon vor dem Einzug sollte beachtet werden ob wichtige Einrichtungen wie Arzt, Kirche oder Apotheke gut zu Fuß erreichbar sind und wie die verkehrstechnische Anbindung ist.
Betreutes Wohnen vereint Freiheit und professionelle Hilfe
Auch die Wohnung selbst muss beim betreuten Wohnen für alle Eventualitäten ausgerüstet sein. Barrierefrei sollte sie sein, möglichst über keine Treppen oder über Treppen mit einem Treppenlift verfügen und alles gut und ohne Anstrengung erreichbar sein. Kümmern Sie sich auch um eine geeignete Betreuung – vielleicht gibt es im Haus selbst Betreuungspersonen. Einige Häuser verfügen über einen Hausnotruf und organisieren Fahrdienste, beispielsweise zum regelmäßigen Einkaufen. Betreutes Wohnen ist also eine relativ flexible und sehr individuelle Angelegenheit, die allerdings einer umfassenden Vorbereitung bedarf.
Kommentare (0)Mehrgenerationenprojekte in ganz Deutschland inklusive Senioren Pflege
Das Wohnen mit mehreren Generationen unter einem Dach ist längst nichts Ungewöhnliches mehr auch die Senioren Pflege kann in dieses Konzept integriert werden. Zahlreiche Verbände und Programme fördern das Zusammenleben von Jung und Alt. Ein solches Projekt soll auch Anfang 2010 in Herne entstehen, die Lokalzeit berichtete darüber:
Im Zusammenleben von Energie und Erfahrung profitieren – auch für die Senioren Pflege
Ob beim Einkaufen, Kaffetrinken, bei gemeinsamen Spieleabenden oder in der Senioren Pflege – Generationen finden oft mehr gemeinsame Interessen, als sie zunächst glauben mögen. Generationenübergreifende Hilfe und gegenseitiges Verständnis bilden die Grundlage für ein harmonisches Zusammenleben in einem Haus.
Mehrgenerationenhäuser sind daher mehr als nur ein Zweckbündnis oder ein Beispiel für die häusliche Pflege – im Speziellen für die Senioren Pflege. Vielmehr sind sie eine Wohngemeinschaft, in der Alt und Jung sich nicht nur materielle, sondern vor allem menschliche Unterstützung zukommen lassen. Und davon kann sicher keine Generation genug bekommen.
Pflegebedürftige optimal und professionell versorgen dank ambulantem Pflegedienst
Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt – nicht nur in Hessen, sondern bundesweit. Bis 2030 soll die Pflegebedürftigenzahl laut statistischem Bundesamt um etwa 58 Prozent ansteigen. Viele Bekannte und Familienmitglieder wollen den so betroffenen das „Schicksal Altenheim“ ersparen und muten sich im Zuge dessen selbst zu viel zu. Denn die alleinige Betreuung eines Pflegebedürftigen durch Angehörige ist mehr Arbeit, als es auf den ersten Blick scheinen mag.
Die Betreuung Pflegebedürftiger gewinnt in den nächsten Jahren merklich an Bedeutung
Obwohl es eine gut gemeinte Geste ist, den Pflegebedürftigen im eigenen Heim zu behalten und ihn dort zu versorgen, kann die Arbeit eines Angehörigen doch nicht den Standards genügen, nach denen ein professioneller ambulanter Pflegedienst arbeiten würde. Zudem überfordert die „rund um die Uhr“-Betreuung die meisten ungeübten Helfer. Viele stehen nach der langen und körperlichen Belastung am Rande eines Burnouts.
Besonders „gefährdet“ sind die Angehörigen von Pflegebedürftigen allerdings in Hessen. Nach Angaben der Techniker Krankenkasse werden in Hessen rund 75 Prozent der Pflegebedürftigen in den eigenen vier Wänden betreut. Bei über der Hälfte dieser Betroffenen wird die Pflege außerdem ausschließlich von Angehörigen übernommen. Den Tribut für ihre Hilfe zahlen viele körperlich und seelisch, obwohl die Dienste eines ambulanten Pflegedienstes sogar in der Pflegeversicherung verankert sind, um den Angehörigen eine gewisse Auszeit zu gönnen.
Pflegebedürftige benötigen Hilfe rund um die Uhr – nicht jeder Angehörige kann das leisten
Wer einen Pflegebedürftigen nicht mehr alleine versorgen kann, hat auch die Möglichkeit, sich von einem Pflegedienst unterstützen zu lassen. Die Aufteilung in Tages- und Nachtpflege ist eine Variante einer solchen kombinierten Pflege. Um dem Pflegebedürftigen ein Höchstmaß an professioneller Hilfe zukommen zu lassen, ist die Betreuung durch einen ambulanten Pflegedienst empfehlenswert. Davon profitiert nicht nur der Pflegebedürftige, sondern auch seine Angehörigen, die durch die Unterstützung merklich entlastet werden.
Kommentare (0)