Monatsarchiv: Oktober 2009

Tiere in der Altenpflege wecken Erinnerungen

Tiere, die in der Altenpflege eingesetzt werden, helfen alten Menschen und das allein durch ihre Anwesenheit. Besonders Demenzkranke können beim Anblick eines Wellensittichs oder einer Katze mitunter alte Erinnerungen herausholen und so neuen Schwung für ihren Alltag gewinnen.

Sinnvolle Beschäftigung dank Tieren in der Altenpflege

Tiere in der Altenpflege haben oft einen positiven Einfluss auf die Menschen in ihrer Umgebung – aber natürlich nicht nur in der Altenpflege. Den Umgang mit Tieren verstehen viele als sinnvolle Beschäftigung. Zusätzlich vermitteln Tiere das Gefühl gebraucht zu werden. Die Selbstachtung und das Selbstvertrauen der Senioren werden durch Tiere in der Altenpflege wieder gestärkt.

Als erfolgreiche Beispiele beschreibt die Global Press den Einsatz von Aquarien in Esssälen einiger Heime, die Alzheimerpatienten dazu motivieren, sich verstärkt auf das Essen zu konzentrieren. Zusätzlich beruhigt der Anblick der Fische die Altenheimbewohner. Nicht minder gering ist der Einsatz von Tieren in der Altenpflege generell. Durch die Anwesenheit von Tieren fühlen sich die Bewohner weniger einsam.

Nach einer Studie der Alzheimer Forschungsinitiative zeigen „demente Menschen oft ein soziales Verhalten, indem sie Lachen, sich anschauen und berühren, sobald ein Hund anwesend ist. Recht schnell entsteht eine Vertrautheit mit dem Tier, was die Patienten aus ihrer Zurückgezogenheit holt. Gleichzeitig reduzieren Haustiere in Pflegeheimen verbale Aggressionen und Gemütsstörungen.“

Tiere in der Altenpflege begeistern Jung und Alt

Tiere in der Altenpflege können eine große Unterstützung bei der täglichen Arbeit mit Demenzkranken, Senioren und weiteren Pflegebedürftigen sein. Das Kuratorium Deutsche Altenhilfe (KDA) bot vor wenigen Monaten mit der Aktion „Tiere öffnen Welten“ Schulungen für Angestellte in der Altenpflege an. Tiere sind in der Altenpflege eine große Bereicherung. Haben Sie Fragen zum Thema Tiere in der Altenpflege? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Comments (0)

Senioren Fernbedienung sorgt für besseren TV-Genuss

Eine Senioren Fernbedienung ist eine praktische Sache, besonders für ältere und sehschwache Menschen. Mit extra großen Tasten bietet eine Senioren Fernbedienung deutlich mehr Komfort als eine handelsübliche Fernbedienung. Seit einigen Jahren kommt der Markt für seniorengerechte Produkte langsam in Schwung. Betrachtet man den demografischen Wandel in Deutschland, müssten seniorengerechte Produkte der Renner in den nächsten Jahrzehnten werden.

Seniorengerechte Fernbedienung mit übersichtlichen Tasten

Die Senioren Fernbedienung gibt es in jedem gut sortierten Elektromarkt zu kaufen. Sowohl die großen Märkte wie Media Markt oder Saturn bieten inzwischen Fernbedienungen speziell für Senioren an, aber auch über die TV- und Radiohändler vor Ort können auf Nachfrage Senioren Fernbedienungen gekauft werden.

Die Vorteile einer Senioren Fernbedienung liegen im wahrsten Sinne des Wortes „auf der Hand“: Durch extra große Tasten hat der Fernsehnutzer eine deutliche größere Benutzerfreundlichkeit und kann die einzelnen Programmtasten viel besser sehen und damit auch schneller finden. Die Tasten sind entsprechend groß und auch die Beschriftung der einzelnen Tasten ist selbst für sehschwache Menschen gut lesbar.

Auch wenn die Fernbedienung noch so übersichtlicht gestaltet ist, wenn die Fernbedienung erst gar nicht zu finden ist, wird es problematisch. Im folgenden Clip berichtet Comedian Mario Barth über seine Erfahrungen mit der Fernbedienung.

Um eine gute Übersicht zu gewährleisten, finden Sie auf einer Senioren Fernbedienung oftmals nur die wichtigsten Tasten, die Sie im Alltag brauchen, wie Lautstärkeregelung, Programmwahl und weitere Navigationselemente. Die meisten Senioren Fernbedienungen leuchten zusätzlich im Dunkeln. Je nach Ausstattung und Form kann die Fernbedienung für Senioren auch mittels Gummiunterlage oder Gummirahmen besonders handlich sowie rutsch- und stoßfest sein.

Senioren Fernbedienung – eine Investition, die sich lohnt

Eine Senioren Fernbedienung ist nicht teuer. Natürlich lässt sie sich nicht vergleichen mit den Fernbedienungen für sieben Euro vom Discounter. Im gut sortierten Fachmarkt finde Sie die speziell für Senioren entwickelten Fernbedienungen ab 16 Euro aufwärts. In vielen Familien haben Fernbedienungen einen anderen Namen. Sie werden „Quetsche“ oder „Piepser“ genannt. Wie nennen Sie Ihre Fernbedienung? Haben Sie Fragen zur Senioren Fernbedienung ? Dann nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

Comments (0)

Mit der Welt in Verbindung bleiben dank Senioren Blog

Ein Senioren Blog kann für ältere Menschen als Tor zur Außenwelt dienen. Wie? Ganz einfach. Fitte Seniorinnen und Senioren, die bereits Erfahrung im Umgang mit dem Computer haben oder sich dafür interessieren, können über senioren-relevante Themen ein Weblog schreiben. Wie ein Senioren Blog aussieht, wie Sie es einrichten können und welche Vorteile es hat, erfahren Sie hier.

Mit Senioren Blog eigene Erfahrungen weitergeben

Ein Senioren Blog ist im Prinzip nichts anderes als ein Tagebuch, das auf dem Computer geschrieben und im Internet veröffentlicht wird. Inzwischen werden Blogs hauptsächlich dafür genutzt, unterschiedlichste Informationen zu veröffentlichen und anderen Interessierten mitzuteilen. Dabei hat das Blog einen ganz entscheidenden Vorteil: Im Blog schreiben meistens Privatpersonen eigene Erfahrungsberichte. Ist der neue Rollator wirklich standfest? Wie wurde ich in der Apotheke beraten? Und wo kann ich als Rentner gut in Urlaub fahren?

Diese und viele Erfahrungsberichte mehr finden Sie in einem so genannten Senioren Blog. Aus der Perspektive des Autors (und damit des Blog-Inhabers) können Sie themenrelevante Beiträge lesen und erfahren so Wissenswertes ohne gleich Gefahr zu laufen, mit Werbung überhäuft zu werden. Artikel über einen pflegeleichten Garten und gute Hautcremes gibt es dort genauso, wie Beiträge über Kunst und Kultur. Für nahezu jedes Thema gibt es ein passendes Senioren Blog. Teilweise schreiben die Senioren themenorientierter und kategorisieren ihre Einträge. Manche Senioren-Blogger schreiben auch einfach über ihren Tagesablauf und ihre ganz privaten Wehwehchen. Einige gute Beispiele für Senioren Blogs sind unter anderen das nach eigenen Angaben älteste Senioren Blog Deutschlands www.senioren-blog.info. Auch der Blog für Senioren www.senioren-blog.net bietet spannende Themen von Rollatoren mit Navigationsgeräten und Internet für Senioren.

Mit Senioren Blog Hilfestellungen geben

In einem Senioren Blog können Sie für die Gruppe der Senioren oftmals persönlich ansprechende Beiträge finden. Als Vorteile sind ganz deutlich der persönliche und private Schreibstil und die auf Senioren zugeschnittene Zielgruppe genannt werden. Im Gegensatz dazu fehlt einem Senioren Blog natürlich meistens eine professionelle „Schreibe“. Vielleicht starten Sie ja auch schon bald Ihren eigenen Senioren Blog. Bei Fragen zum Thema helfen wir Ihnen gerne weiter.

Comments (0)

Krankenschwester in der ambulanten Versorgung lll

So muss personenorientierte Pflege aussehen: Altenpflegerin XY kümmert sich um jeden einzelnen Kunden ganz individuell und liebevoll. Dabei achtet sie auf die familiären Umstände und persönlichen Gegebenheiten. Warum XY keine Zungenzahnbürste mehr kaufen muss und wie die Stimmung im Team des Pflegedienstes Hessen-Süd ist, lesen Sie hier:

9:15 Uhr: Meine Runde ist weit fortgeschritten und ich komme zu einer Dame, die ich sehr gern mag. Sie äußert Schmerzen, hat eine Hilfe vor Ort, hat Kinder, die sich kümmern und lebt in Ihrem Haus in gut situierten Verhältnissen. Ich beginne meine Pflege vor Ort zu organisieren, fange ein Smalltalk-Gespräch mit ihr an und beziehe die Kundin in alle Pflegehandlungen mit ein. Dies mache ich deshalb, um vorhandene Schmerzen, die sie verbal äußert, einschätzen zu können. Ich erwarte viel von ihr, bin kritisch, lobe und motiviere sie. Während sie alles sehr kooperativ mit mir zusammen innerhalb des Pflegeprozesses bewältigt, fordert sie eine Pause. Sie sagt mit flehendem Blick zu mir: „Ich habe nicht immer Schmerzen, aber heute ist es kalt draußen und meine Schmerzen sind schlimmer als noch gestern!“

Ich sichere Frau G. im Toilettenstuhl in sitzender Position und klappe mir den Teil der Medikamentenverordnung, die der Hausarzt mit seiner Unterschrift angeordnet hat, auf und entdecke folgende Formulierung: „….bei Schmerzspitzen Gabe von…..!“

Mein Anspruch als Fachkrankenschwester für Anästhesie und Intensivpflege ist damit nicht bedient. Ich überlege kurz, wie ich weiter vorgehen werde und entscheide mich während des Gangs ans Waschbecken, alles weitere mit meinen beiden Pflegedienstleiterinnen im Büro abzusprechen.

Die weitere Pflege läuft sehr personenorientiert ab und auf Wunsch mache ich etwas mehr und auch etwas weniger. Wir lächeln zusammen und sind in diesem kleinen Bad sehr nah beieinander. Es ist nicht unangenehm jemand Fremden so nahe zu sein. Meine Nähe vermittelt Stärke und Verlässlichkeit, das spüre ich in genau diesem Moment. Die Nähe der Kundin mir gegenüber löst in mir einen Beschützerinstinkt aus, dem ich gerecht werden möchte. Es wird ein rundes Miteinander, was in einer herzlichen Verabschiedung endet: „Bis bald“.

11:30 Uhr: Die Tour nähert sich dem Ende, ich resümiere, mache mir Notizen was ich büro-organisatorisch alles für die darauffolgende Runde, die nach mir Morgen jemand anderes betreut, vorbereiten muss.

Die Rückfahrt findet stark in meinen Gedanken statt. In der Regel höre ich zu diesem Zeitpunkt keine Musik. Die Gedanken fliegen über „meine“ Pflegekunden hinweg. Es gab Überraschendes, Nettes, Beeindruckendes und nicht so Bennenswertes.

Es war meine Runde.“

11:50 Uhr: Mit allen Eindrücken und Einschätzungen, die ich jetzt kodiert und fundiert im Büro verantworten werde. Das Büro ist ein freundliches, buntes und offenes Netzwerk, was mich betriebsam mit einem freundlichen „Hallo“ empfängt. Ich tauche ein in ein Team. Jetzt bin ich erst mal nicht mehr allein bei den Pflegekunden, den Angehörigen, auf der Straße, die immer wieder für Überraschungen gut ist und auch nicht allein mit meinen Gedanken.

Ich arbeite gern eigenverantwortlich und fühle mich in meiner selbstständigen Arbeitsweise sehr wohl.

Alle nicht allein zu verarbeitenden Umstände von heute bespreche ich mit den anwesenden Verantwortlichen. Jeder hat Zeit für mich, das ist sehr angenehm. Ein gewisser Druck baut sich in mir ab, den ich vorher nicht wahrgenommen habe.

SCHÖN, dass ich hier in diesem Team arbeite!“

12:15 Uhr: Alle Büroarbeiten sind erledigt und in den Fächern der Kollegen verteilt, das Übergabe-Buch hat zwei Einträge von mir erhalten, mit einer Kollegin habe ich ein kurzes Privatgespräch geführt, der Kollegin, die morgen meine Runde fährt, gebe ich kurze zusätzliche Eindrücke, die über das Übergabe-Buch hinausgehen mit auf den Weg. Ich schätze diese Kollegin sehr und reflektiere mit ihr ein, zwei Besonderheiten zu Pflegekunden.

Am nächsten Tag werde ich ganz woanders sein, was ich als Herausforderrung ansehe und nicht als Belastung.

Ich erkunde den aktuellen Dienstplan für den nächsten Tag und stelle fest, dass ich morgen eine viertel Stunde länger schlafen kann, „Super, ich freu mich!“

Alles, was danach kommt, ist privat. So sieht es von außen aus. Aber ein, zwei Stunden danach gehen mir manche menschliche Begegnungen von heute Morgen noch mal durch den Kopf. Ich empfinde das als normal und nicht als belastend. Wenn mich ein Umstand nicht loslassen sollte, würde ich mit meinen nächsten Mitmenschen versuchen, darüber zu sprechen. Meine fast 20-jährige Berufserfahrung hat mir gezeigt, dass alles, was ich in Worte fasse, dass ich mich mitteile, geht somit ein Stück vor meinen Körper und macht Platz für neue Energie, die ich in meiner Familie, besonders bei meinem Sohn für mich bekomme. Spaziergänge mit meinem Hund und ausgelassene Gespräche mit interessanten Menschen beflügeln mich genauso, wie ein richtig gutes Buch, was mich gelegentlich Hausarbeit vergessen lässt.

Während meiner Privatbesorgungen suche ich vergeblich in diversen Drogerie-Ketten nach einer Zungenbürste für Frau D. . Ich verschiebe die weitere Suche auf den nächsten Tag.

Am nächsten Tag nach meiner Runde im Büro, lese ich im Übergabe-Buch, dass Frau D. plötzlich verstorben ist.

RUHE

Meine Kollegin kommt ins Büro. Sie hatte die Runde, die ich gestern hatte, und erklärt weiteres dazu. Es bedarf weniger Worte zwischen uns. Wir sind uns einig, dass dieses Ende plötzlich aber in Ordnung geht für uns in unserem Pflegeprozess mit der Familie und innerhalb unserer Werte.

Meine Suche nach der Zungenbürste ist damit beendet. Leider, aber ich bin im Rückblick mit allem zufrieden, wie ich diese eine Pflegekundin erleben durfte und deren letzten Lebensabschnitt begleitet habe.

Ein weiterer spannender Tag im Pflegedienst Hessen-Süd geht für mich zu Ende.

Comments (0)

Gedächtnistraining für Senioren wird immer beliebter

Gedächtnistraining für Senioren wird in Deutschland immer beliebter. Uns allen ist bewusst, dass Menschen immer älter werden und oftmals auch bis ins hohe Alter fit bleiben. Frische Luft, Gedächtnisspiele und vielleicht auch die moderne elektronische Unterhaltungstechnik können das Gedächtnistraining für Senioren unterstützen.

Gedächtnistraining für Senioren – Welche Möglichkeiten gibt es?

Wer bei Gedächtnistraining für Senioren nur an langsame und einschlafende Runden Memory in der Seniorengruppe denkt, der irrt. Denn es gibt eine ganze Menge Möglichkeiten, wie auch Senioren durch Gedächtnistraining ihr Gehirn fit halten können und somit auch im hohen Alter noch komplexere Gedankenwege nachvollziehen können. Und mal ehrlich: Warum sollte Gedächtnistraining nur bei jüngeren Menschen und nicht bei Senioren funktionieren?

Laut einer Studie der Universität von Kalifornien (UCLA) haben ältere Menschen, die zuvor wenig Berührungspunkte mit dem Internet aufweisen konnten, bereits nach einer Woche Internetsurfen erhöhte Aktivitäten in Hirnarealen, „die für Entscheidungen und komplexe Gedankengänge verantwortlich sind“. Versuchspersonen im Alter von 55 bis 78 Jahren nahmen an dem Experiment der UCLA teil.

Immer beliebter werden allerdings auch auf digitalen Konsolen, wie der Sony Playstation Portable, dem Nintendo DS oder dem iPhone von Apple so genannte Gehirn-Jogging-Spiele. Am bekanntesten unter diesen Spielen ist „Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging“. Dr. Ryuta Kawashima ist ein japanischer Neurowissenschaftler und Autor des Buches „ Train Your Brain: 60 Days to a Better Brain“ zu deutsch: „Trainiere dein Gehirn – 60 Tage für ein verbessertes Gehirn“. Durch die Umsetzung des Buches als Spiel für den Nintendo DS erlangte Dr. Kawashima in Deutschland große Bekanntheit und das Gehirn-Jogging wurde auch in Deutschland populär.

Gedächtnistraining für Senioren in altbekannter Form

Als Gedächtnistraining für Senioren mag eine elektronische Konsole vielleicht keine Alternative sein. Meistens sind die Bildschirme und Steuerungselemente der Geräte zu klein und kommen somit für Senioren eher nicht in Frage. Doch auch das traditionelle Gedächtnistraining ist nicht minder attraktiv. So können z.B. Bücherwürmer weiter Bücher lesen und Theater-Freunde ins Theater gehen. Frische Luft, viel Bewegung sowie gesundes Essen regen zusätzlich das Gehirn an. Doch auch Denksportaufgaben, Wortspiele und Memory-Spiele helfen dabei, auch im Alter weiter fit zu bleiben. Welches Gedächtnistraining für Senioren der Pflegedienst Hessen-Süd anbietet, erfahren Sie im persönlichen Gespräch.

Comments (0)

Welche Aufgaben hat eigentlich ein Pflegestützpunkt?

Der Pflegestützpunkt ist für Betroffene bei der Organisation der Pflege die erste und zentrale Anlaufstelle zur Beratung und Unterstützung. Seit Anfang 2009 haben Betroffene und deren Angehörige einen gesetzlichen Anspruch auf Pflegeberatung. In diesem Fall sind die Pflegekassen verpflichtet, für ihre Versicherten ein individuelles Fallmanagement zur Verfügung zu stellen (Case-Management). Welche Informationen bekommen Sie also in Ihrem Pflegestützpunkt vor Ort?

Pflegestützpunkt ist zentrale Anlaufstelle bei Fragen rund um die Pflege

Im Pflegestützpunkt vor Ort wird die Beratung über alle pflegerischen, sozialen und medizinischen Leistungen unter einem Dach gebündelt. Viele Angehörige von Pflegenden beklagten sich in den vergangenen Jahren immer wieder darüber, dass die Vorbereitung und Organisation rund um die Pflege oftmals die größte Belastung darstellen. Aus diesem Grund wurde mit der Pflegereform im vergangenen Jahr die Einrichtung von Pflegestützpunkten beschlossen. Durch Pflegestützpunkte ist eine effiziente Vernetzung alle Angebote für Pflegebedürftige gegeben, schreibt das Bundesministerium für Gesundheit auf seiner Homepage.

Als Pflegebedürftiger oder Angehöriger erhalten Sie alle wichtigen Antragsformulare, Informationen und konkrete Hilfestellungen im Pflegestützpunkt. Sie müssen beispielsweise Ihre Wohnung altengerecht umbauen? Dann können die Pflegeberatungsmitarbeiter Ihnen Informationen über mögliche Zuschüsse der Pflegekasse geben. Sie suchen ein geeignetes Pflegeheim? Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Pflegestützpunkt vor Ort haben den Überblick über passende Pflegeheime in Ihrer Umgebung. „Im Pflegestützpunkt soll auf Wunsch des Einzelnen das gesamte Leistungsgeschehen für Pflegebedürftige koordiniert werden“, schreibt das Bundesministerium für Gesundheit.

Pflegestützpunkt noch nicht überall verfügbar

So einen Pflegestützpunkt in der Nähe zu haben, wäre mit Sicherheit für alle Beteiligten die beste Lösung. Bisher haben allerdings noch nicht alle Bundesländer die Gesetzesvorlage umgesetzt und Pflegestützpunkte eingerichtet. Auf der Internetseite des Bundesministeriums für Gesundheit gibt es eine – nicht mehr ganz aktuelle Karte zum Stand der Pflegestützpunkte in den einzelnen Bundesländern. Wenn Sie weitere Fragen zum Thema Pflegestützpunkte haben, freuen wir uns auf Ihre E-Mail oder Ihren Anruf.

Comments (0)

Mobile Altenpflege – zu Hause statt nur im Heim!

Eine mobile Altenpflege ist für Menschen gedacht, die trotz Einschränkungen im gewohnten Umfeld leben möchten. Wer Hilfe braucht, auf den kommen grundlegende Veränderungen zu. Viele ältere Menschen haben Angst aus Ihrem gewohnten Leben herausgerissen und abhängig zu werden. Sie möchten trotz ihrer Einschränkungen möglichst mobil und unabhängig bleiben.

Daher ist die mobile Altenpflege eine gute Alternative zum Heimleben.

Mobile Altenpflege – verbesserte Lebensumstände

Die mobile Altenpflege ermöglicht den zu Behandelnden eine Verbesserung der Lebensumstände im Alter. Die häusliche Pflege umfasst Angebote wie Körperpflege, Ernährung, Mobilität, medizinische Versorgung und die hauswirtschaftliche Versorgung. Dort, wo es möglich ist, soll die Mobilität verstärkt in den Vordergrund rücken. Daher ist es wichtig, dass die Pflegebedürftigen  Personen auch weiterhin die Tätigkeit ausüben, zu denen sie in der Lage sind.

Geschulte Pfleger helfen den alten Menschen morgens aufzustehen, sie übernehmen die Körperhygiene und kochen auch für und mit den Menschen und füttern diese. Sie reinigen die Wohnung, erledigen Einkäufe und unternehmen zusammen mit den zu Pflegenden kleine Spaziergänge.

Mobile Altenpflege umfasst zusätzlich medizinische Maßnahmen wie Blutzuckerkontrolle, Injektionen oder auch Verbandswechsel. Denn oft müssen die alten Menschen nicht nur betreut, sondern auch behandelt werden. Bei der Pflege kommt es darauf an, dass die zu pflegende Person und ihre Angehörigen auch weiterhin ein möglichst unbeschwertes Leben führen können. Um Angehörige und Verwandte zu schulen, werden vor Ort Hilfestellungen besprochen, die einen besseren Umgang erleichtern. Wüssten Sie, wie Sie mit einem Pflegebett umgehen müssen oder wie  mit Pflegemitteln? Versuchen Sie diese Überforderungssituationen zu vermeiden und nutzen Sie unser Angebot.

Wer trägt die Kosten für mobile Altenpflege?

Die Kosten für die mobile Altenpflege werden bis zu einer bestimmten Höhe von der Pflegeversicherung übernommen. Je nach Pflegestufe unterscheiden sich die Beiträge, von 384 Euro für Menschen mit der Pflegestufe 1, 921 Euro in der Pflegestufe 2 und in der dritten 1.432 Euro. In Härtefällen wird ein Betrag bis zu 1.918 Euro für Pflegemaßnahmen bereitgestellt. Diese Leistungen werden allerdings nicht gezahlt, wenn der Pflegebedürftige in einem Pflegeheim betreut wird.

Wenn Sie Fragen zum Thema mobile Altenpflege haben stehen wir Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite. Kontaktieren Sie uns!

Comments (0)

Krankenschwester in der ambulanten Versorgung ll

In einem Land vor unserer Zeit… Lebte es sich vor dem Zeitalter von Handy und Internet wirklich gemeinschaftlicher und familiärer? Und wo gibt es eigentlich Zahnbürsten für die Zunge? Über zwei Tage begleiten wir die Pflegefachkraft XY bei ihrer Arbeit beim Pflegedienst Hessen-Süd.

6:32 Uhr: Ich fahre auf ein hell beleuchtetes Haus zu, in der meine erste Pflegekundin für heute wohnt. Die Dame wird liebevoll von ihrem Ehemann versorgt, er sorgt so ein bisschen für uns mit, in dem er uns in seiner (torgeschützten) Einfahrt parken lässt, keine Parkplatzsuche alles easy. Ich kenne heute alle meine Pflegekunden, die ich zu besuchen habe.

Dieselbe Tour wie einen Tag zuvor. Keine Änderungen, keine Zusätze, auch mal ganz schön. Sich einfach mal nur auf die Pflegekunden einlassen, die Tätigkeiten dort einhalten, überwachen und kritisch überdenken und dies in einer allein, verantwortungsvollen Eigenregie……… gerade jetzt mag ich meine Tätigkeit sehr gern und bin stolz auf das, was ich hier schaffe.

Bei der ersten Pflegekundin am Pflegebett angekommen, befinde ich mich mitten im Leben dieser hilfsbedürftigen Person und deren Ehemann. Ich bin Gast und als solcher verhalte mich auch. Ich versuche, während ich in der Dokumentation alles Vorherige aufnehme und mich auf den aktuellsten Stand bei der zu Pflegenden bringe, ein Gespräch möglichst aufmerksam und mit viel Blickkontakt zum Ehemann als Dialog zu führen.

Die Bereitstellung aller Pflegehilfsmittel erfolgt im Flug, so nebenbei und ein erster direkter Blick und Körperkontakt zur Pflegekundin entsteht. Ich nehme sehr viele Eindrücke war, indem ich meine linke Handinnenfläche mit leichtem Druck auf ihre rechte Schulter lege. Gerade eben bin ich Dienstleister mit allen fünf Sinnen. Frau D. erwidert meine Kontaktaufnahme mit nicht adäquaten Mundbewegungen, Kopfdrehen aber alles in einer Form die nicht abwehrend auf mich wirkt. Der Raum, in dem ich mich gerade befinde, ist angenehm warm, etwas zu warm für mich, dann ist er ansatzweise richtig für die Pflegkundin im Bett. Der Ehemann tritt mir gegenüber, auf der anderen Bettseite und bringt sich in die Pflegehandlungen, wie Drehen, Lagerung sichern, Sicherheit wahren und persönliche Ansprache von seiner Ehefrau sehr kooperativ mit ein. Ich fühle mich in diesem Pflegeprozess wohl, geschätzt und in Zusammenarbeit mit dem engsten Vertrauten dieser sehr hilfsbedürftigen Person sehr bestätigt.

Ich tue das Richtige, ich werde gebraucht und meine Arbeit wird geschätzt. Bei der Lagerung der Kundin stimme ich mich mit dem Ehemann ab. Der Tag wird nach meinem Abschied seinen Verlauf nehmen, ohne mein Dasein, ohne meine Verantwortung. Somit muss ich, solange ich vor Ort bin, alle Ressourcen, Gefahren, Probleme in einfache und vor allem an diese ganz spezielle Pflegesituation anpassen, durchdenken und verantworten können. Das heißt nicht nur, dass ich verbindliche Aussagen treffen muss, nein, ich muss alles, was ich außer den vereinbarten Leistungen rate, und am Pflegekunden mache, dokumentieren. Die Arbeit ist allumfassend zu beidseitigem Einverständnis verlaufen, ich dokumentiere, setze mein Handzeichen in den Leistungsnachweisen und lobe und ermutige den Ehemann zu weiterer Pflegearbeit an seiner Frau.

Ich gebe kurze Tipps zur Mundpflege und rate zu einer Zungenbürste. Herr D. hat noch nie von so einem Reinigungsgerät gehört und bittet mich freundlich eine solche zu besorgen. Ich überlege kurz und schreibe gedanklich meinen persönlichen Einkaufszettel so, dass ich auf jeden Fall heute nach meinem Dienst an einer gut sortierten Drogeriekette vorbeikomme. Er lächelt ein wenig bescheiden und erzählt von früher. Sein Familienleben mit seiner Frau und den Kindern. Eine ganz andere Zeit als heute. Durchzogen von Miteinander, Nachbarschaftshilfe, Wärme, Kuchenbacken und Sonntagsbraten, ohne Handy und Internet. Unsere Zeit kommt mir bei dieser Art von Erzählungen immer ein wenig ärmer vor.

7:05 Uhr: Ein Blick auf meine Armbanduhr lässt mich aus meiner kurzweiligen Nostalgie entspringen. Ich nähere mich ein letztes Mal Frau D. und verabschiede mich auf dieselbe Art wie ich unsere Begrüßung gestaltet habe. Kurzes Erwidern, leichtes Schmatzen, die Augen sind geschlossen, ein leichter Duft von PC30V, Nivea Milk und Herbstgartenluft (nachdem Frau D. warm eingepackt ist, frage ich immer gern, ob ich lüften darf, so auch an diesem Morgen) weht mir in genau diesem innigen Moment der den Abschluss meiner Pflegehandlungen bildet um meine Nase. „Nicht der schlechteste Geruch!“

7:09 Uhr: Ich sitze im Auto, das Radio läuft leise im Hintergrund, Herr D. lotst mich „fachmännisch“ aus der Einfahrt und regelt gleichzeitig den Verkehr auf der Straße davor. Ich schmunzle leicht vor mich hin, aber verabschiede mich ein weiteres Mal mit heruntergelassener Scheibe bei ihm und bedanke mich für seine umsichtige Art und Weise. Ich sage: „Bis bald“, und gehe aufgrund der Gesamteindrücke auch von einem nächsten Mal aus.

7:11 Uhr: Meine zweite Pflegekundin ist heute Frau P. . Ihre Tochter begegnet mir auf dem Weg zu ihrer Arbeit im Treppenhaus. Kurze Behandlungspflege, routinierte Handlung an der Kundin vor Ort, derselbe Status wie sonst auch. Ein freundliches Gespräch zum Tagesablauf und zum Wetter (ein unerschöpfliches Thema bei vielen älteren Menschen). Frau P. hat heute Morgen noch einen privaten Außentermin zu erledigen und bittet: „Nicht so fest wickeln, bitte!“ „Klar, kein Problem“, die Binde wird nach dem Prinzip: „Wir beide sind zufrieden“ angelegt.

Der Morgen schreitet dahin, der Morgenhimmel setzt sich durch, die Herbstwolken lassen zaghafte Sonnenstrahlen durch. Die Straßen füllen sich. Und ab jetzt kommt eine wahnsinnig, unkalkulierbare Variante hinzu: „Die selbstständigen Grundschüler“ auf Rollern, Fahrrädern und zu Fuß. In Gruppen oder allein. Kurzer Gedanke an zu Hause. Hoffentlich macht mein Sohn heute Morgen sein Licht am Fahrrad an, bevor er losfährt. Nach vier Eberstädterinnen als Pflegestationen, breche ich auf in die „Rush Hour“ nach Darmstadt.

8:05 Uhr: Ich parke in der Waldkolonie, direkt vorm Haus der nächsten Kundin. Deren Schlüssel ist gezückt, bevor ich klingel. Sie öffnet mir schlaftrunken und erwidert meine Begrüßung. Diesmal gibt es eine Blutzuckermessung mit anschließender Insulintherapie. Die Werte sind stabil und Frau K. erzählt, was sie heute so vorhat.

Mir fällt auf, dass ich heute nur bei Damen zu Gast bin. „Naja, es gibt schlimmeres“, ich freue mich über alle bunten Touren, wo Männer und Frauen gleichermaßen vorkommen. Insgesamt ist die Tour bunt geplant, alle Pflegehandlungen kommen vor, nur sind es halt zufällig nur Damen heute. „Na denn, hoffen wir mal, dass alle Damen mit meiner persönlichen Behandlung zufrieden sind“, denke ich mir. Damen sind anspruchsvoller, was die persönliche Zuwendung angeht. Ich kann mich leider nicht davon trennen, dass ich manche Kunden mehr mag als andere. Das ist menschlich, dazu stehe ich, das ist bei meinen Kollegen/Kolleginnen nicht anders.

Comments (0)

Krankenschwester in der ambulanten Versorgung

Über zwei Tage begleiten wir die Krankenschwester XY bei ihrer Arbeit für den Pflegedienst Hessen-Süd. Trotz ihrer mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Alten- und Krankenpflege ist XY immer noch schwer begeistert und bewegt von ihrer Arbeit. Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und lernen Sie die Arbeiten und die dazugehörigen Gedanken bei der Pflegearbeit kennen und schätzen.

Warum die Schlummer-Taste am Wecker nicht ausreicht, um morgens aufzustehen und das hessische „Morscheeee“ vor sieben Uhr noch nicht so richtig rüberkommt.

5:00 Uhr: Der Radiowecker klingelt das 1. Mal. Eine schnelle Handbewegung stoppt das fröhliche Getriller in der Box neben dem Bett. Das Bett fühlt sich warm an und sehr gemütlich, viel zu gemütlich um aufzustehen.

5:10 Uhr: Diesmal ist das undefinierbare Geräusch neben mir schon deutlich erkennbar als menschliche Stimmen, die mich daran erinnern aufstehen zu müssen. Kurze Abwägung, ob ich die Snooze-Taste nochmal betätige: „Ja, bloß noch ein bisschen dösen, es ist so schön gemütlich gerade jetzt.“

5:20 Uhr: Die viel zu lauten Stimmen kommen wieder direkt zu mir ins Bett. Abschalten des Gerätes und leicht schlechtes Gewissen dem Gegenüber im Bett, kurzer Blick in die nachtumwobene Stille des Raums. Wohliges Rumdrehen und gleichmäßige Atemgeräusche vermitteln: „Jetzt bloß leise aus dem Raum, im Dunkeln Pantoffel suchen und Morgenmantel überwerfen.“ Die Tür ist zu, der Tag beginnt: „Bloß schnell die Kaffemaschine anwerfen und dafür sorgen, dass der Kreislauf in Gang kommt, sonst ist die Realität um diese Uhrzeit gar nicht zu ertragen.“

Nach der Morgentoilette, die betont kurz und knapp ausfällt, die weißen Arbeitsklamotten (die ich am Vorabend schnell noch gebügelt habe) anwerfen, passendes bequemes Schuhwerk und schnell zum aufgebrühten Kaffeeduft in die Küche.

5:40 Uhr: Die ersten Kaffeeschlucke kurbeln alle Lebensgeister bereit, der Kopf wird klarer, jetzt schnell am Küchenfenster (moderne Haushalte, vor allem mit Kindern haben keine rauchenden Eltern, die sehen zu, dass sie draußen oder gelegentlich zum Fenster, auf dem Balkon, im Garten etc. zum rauchen gehen) eine Kippe und der Tag fängt an.

5:50 Uhr: Kurzer Blick auf die Uhr, abwägen was heute für die Familie noch vorzubereiten ist, Blick in den Familienplaner, kurze Zettelwirtschaft in die Nähe der bereitgestellten Kaffe/Kakaotassen stellen, ein lieber Gruß für die Lieben (ist doch klar), Jacke über, ein letzter Schluck aus dem mittlerweile kalt gewordenem Restkaffee und raus geht’s.

6:00 Uhr: zufriedener Blick auf die Uhr, supi, passt, 6:30 Uhr bei der ersten Pflegekundin in Eberstadt sein, vorher noch ins Büro, alles gut. Schnell im Vorübergehen die Tageszeitung auf die Treppe legen (frau lebt ja im Sozialverbund), das Tor leise ins Schloss ziehen.

Das erste Mal für diesen Tag nehme ich bewusst das Wetter war, es ist trocken, aber es ist noch düster. Der Herbst ist eine wundervolle, bunte Jahreszeit, aber leider viel zu lange dunkel. Kurzer Rundum-Blick in die Nachbarschaft, ja am Vorabend habe ich die richtige Mülltonne rausgestellt. Außer einem Fenster sind alle anderen Nachbarn noch in seliger Nachtruhe. Ich gönn`s denen ja. Ich fahre langsam los und suche nach einem Radiosender der mich die nächsten 15 Minuten belebend durch den Tag  bringt. Durchs Viertel gibt’s immer noch nicht mehr beleuchtete Fenster, schlafen alle noch, gut so.

6:10 Uhr: Gute Straßenverhältnisse, freie Sicht, mein Gott Autos haben ja Lampen.

Das erste Ärgernis taucht vor mir auf, ein dunkelroter O….K….(alteingesessenes Auto einer mal deutschen Firma). Erlaubt sind 50 Km/h, er/sie/es (kann ich nicht erkennen) fährt konstant 30 Km/h, das halte ich genau 5 Minuten aus, dann setzte ich im absoluten Überholverbot den Blinker links und überhole (es besteht wohlgemerkt keine Gefahr, weder für es, noch für mich, außer, dass ich zu spät komme).

„Schön, überholt und schon ein bisschen wacher“, die Musik wird ein bisschen lauter gedreht, gerade läuft ein cooles Lied bei You Fm. Hey, geht doch und schon fast im Büro, „Nur immer gut auf alle Fahrradfahrer aufpassen, die man/frau immer schlecht sieht in dieser Jahreszeit.“

Warum tragen die eigentlich immer alle dunkle Funktionskleidung mit minikleinen Reflektoren, die man/frau überhaupt erst erkennt, wenn man/frau erst direkt vor einem Solchen fährt.

Die Ampel vorm Büro ist grün, schwups und schon eingeparkt. Dort steht im Dunkeln der Edeka-Markt-Gehilfe der auf irgendwas wartet. „Auf was eigentlich, der steht immer um diese Uhrzeit genau da und grüßt erst, wenn ich ihn grüße“. „Frechheit, der sollte mal zuerst grüßen, schließlich bin ich Kundin von ihm und außerdem ist er jünger als ich, keinen Anstand diese Jugendlichen heutzutage.“ Schnell rauf zum Büro, holla, das geht ganz gut, also wach bin ich jetzt schon mal.

6:18 Uhr: Der Schlüssel-Pin macht komische nicht deutbare Geräusche beim Aufsperren der Bürotür. Das Licht wird zum ersten Mal an diesem Tag grell, hell und mehrere Stimmen dringen zu mir vor. Die lieben Kollegen sind schon da. Alle werden einzeln mit einem freundlich gemurmelten „Morscheee“ oder „Guten Morgen“ von mir begrüßt. Heute kommt ein mäßiges „Guten Morgen“ über meine Lippen. Dabei merke ich, dass ich vergessen habe Lippenpflege durchzuführen. Meine Lippen spannen beim Aussprechen der zwei Worte. Ok, das waren meine ersten Worte heute Morgen, ging doch ganz gut, schnell ein Fettstift über die Lippen gezogen und anschließend ein Blick in mein Fach. Dort gibt es ein lustiges Durcheinander an bunten Zetteln in Din-A4-Format, dazwischen tummeln sich zwei kleine A6 Zettel (Abreißformat) auf denen handschriftliche Anforderungen der Chefin stehen für diesen Tag und meine Tour, die ich laut Wochendienstplan fahre an diesem Tag.

Schön, der Platz am Übergabe-Buch ist frei, ich werfe einen Blick rein und lese ab dem letzten Dienst weiter, keine großen Sachen die meine Tour betreffen, also gut: „Welches Mobiltelefon habe ich heute?“, das verrät mir der Wochenplan direkt neben dem Buch.

Im Büro wird es lauter, ganz klar, das sind eindeutig zu viele Leute für mich um diese Zeit.(Ich mag sie alle sehr gern, aber mittags irgendwie dann doch noch lieber als jetzt.)

Der aktuelle Dienstplan an der Wand sagt nix Neues seit gestern, schön, ich gehe zum Schlüsselschrank und bediene mich derer die ich heute früh brauche, die passenden Handschuhe noch unter den Arm und los geht’s: „Tschühüüüs, ihr Lieben, ich lass die Schränke offen.“ Logisch, es kommen keine Wiederworte aus dem großen, sehr hellen Team Raum, denn nach mir kamen ja noch zwei Kolleginnen rein, die müssen ja auch noch an alles ran, was sie für ihre Tour so brauchen.

Ein viel wacheres und angenehm freundliches „Tschühüüüs“ (freundlicher als meins) schwappt von meinen Kolleginnen zu mir hinüber, bevor ich die Bürotür locker ins Schloss gleiten lasse. Die Lichtverhältnisse draußen sind noch entfernt von „Positiv sollten sie jeden Tag beginnen….Frau Dr. Eberlein…“ SWR3 Radio, als es noch gut war.

6:24 Uhr: Ich sitze wieder im Auto und sortiere meinen Unterlagen, die ich zu verteilen, abzuholen und unterschreiben zu lassen habe während meiner Tour heute Morgen.

Der Dienst beginnt!

Comments (0)
x

Kontakt

Pflegedienst Hessen Süd Janssen GmbH

Norbert Janssen
Eschollbrücker Str. 26
64295 Darmstadt

Fon 0 61 51 / 50 14 00
Fax 0 61 51 / 50 14 02

info(at)pflegedienst-hessen-sued.de

Zweigstelle

Hauptstraße 10
64331 Weiterstadt-Gräfenhausen

Fon 0 61 50 / 52 95 2
Fax 0 61 50 / 59 22 99 1

Facebook - Pflegedienst Hessen Süd

Immer in Ihrer Nähe!

In folgenden Städten sind wir für Sie da: Darmstadt, Eberstadt, Bessungen, Kranichstein, Arheilgen, Wixhausen, Weiterstadt, Gräfenhausen, Schneppenhausen, Braunshardt, Erzhausen, Mühltal, Traisa, Trautheim, Nieder-Ramstadt, Malchen

Blogsuche
© Pflegedienst Hessen Süd 2009